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DÜNNDARM FEHLBESIEDLUNG

Die heute übliche Untersuchung des Dünndarmes stützt sich in erster Linie auf die Darmspiegelung, auch Endoskopie genannt. Sie gewährt Einblick in die anatomischen Verhältnisse des Darmes und erlaubt die Diagnose von Geschwüren oder Entzündungen. Ebenfalls kann der Nachweis von einem Bakterium gelingen, das immer häufiger mit der Entstehung von Magengeschwüren in Zusammenhang gebracht wird, nämlich das Helicobacterium pylori. Alle diese - wenn auch wichtige - Aussagen sind aber Momentaufnahmen und lassen nur beschränkt Rückschlüsse auf die Stoffwechselfunktionen im Darm zu. Zudem ist die Untersuchung für den Patienten belastend und kann vor allem die bakterielle Ueberwucherung übersehen.

Der Dünndarm ist die Stelle wo die eigentliche Verdauung und Aufnahme der „Lebens"-Mittel stattfindet und ein entsprechend gesundes Milieu voraussetzt. Dieses Milieu mit seinen vielfältigen Funktionen kann noch mehr als im Dickdarm durch eine bakterielle Fehlbesiedlung (Bakterien sind wahre kleine biochemische Fabriken) gestört werden, da hier normalerweise kaum Mikroorganismen zu finden sind. Dank der Magensäure werden nämlich die meisten Bakterien vernichtet und sind im Dünndarm nur spärlich vorhanden. Sollten sie sich - aus welchen Gründen auch immer - im oberen Darmtrakt (=Dünndarm) vermehren und signifikante Stoffwechselleistungen entfalten, kann dies zu verschiedenen gesundheitlichen Störungen führen.

Symptome

  • Bauchkrämpfe
  • Blähunge
  • Durchfall
  • Fettstühlen (Gallensäuren werden bakteriell gespalten)
  • Typisch: Beschwerden kurz (ca 1 Std.) nach dem Essen
  • Enzympräparate lindern nicht
  • Unverträglichkeit von Kohlenhydraten, Ballaststoffen
  • Blutarmut (Bakterien spalten Vitamin B12)
  • Gewichtsverlust (Gase verhindern den nötigen intensiven Nahrungsmittel-Kontakt mit der Schleimhaut, Bakterien reduzieren die Dünndarmdurchlässigkeit
  • Oestrogen-Ueberschuss-Symptome (Prämenstruelle Störungen, erhöhtes Brustkrebs-Risiko (Bakterien bewirken eine erhöhte Rückaufnahme des ausgeschiedenen Oestrogens))
  • Immunschwäche (Bakterien spalten Bioflavonoide)
  • Gelenksentzündungen
  • Chronische Müdigkeit
  • Knochenerweichung
  • Vitamin K Mangel
  • Darmkrebsrisiko (Bildung von giftigen Nitrosaminen)

Ursachen einer Fehlbesiedlung

  • Zu wenig Magensäure
  • Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit Unterfunktion
  • Milchzuckerunverträglichkeit (Lactose-Intoleranz)
  • Einseitige Ernährung, fast food, junk food
  • Zuckerkrankheit
  • Immunschwäche (v.a. IgA-Mangel im Darm)
  • Verlangsamte Darmbewegungen (die Bakterien werden zu langsam nach unten befördert bzw. haben Zeit „hinaufzuwandern")
  • Chronische Darmentzündungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Alter
  • Bestrahlungen
  • Parasiten
  • Bauchoperationen mit Verwachsungen
  • Autoimmunkrankheiten wie Sklerodermie, Lupus erythematodes
  • Chronische Hautleiden

Untersuchung

Das Prinzip dieser unbelastenden Methode beruht auf der Tatsache, dass Bakterien in der Lage sind, bestimmte Zuckerarten abzubauen. Dieser Atemgastest misst Wasserstoff und Kohlenwasserstoff (Methan), welcher durch den bakteriellen Abbau von Lactulose (ein durch den Menschen unverdaulicher Zucker) im Dünndarm bei Fehlbesiedlung entstehen kann.

Links ein Beispiel wie die Probe entnommen werden kann.

Testauswertung

Ergebnis Bedeutung Therapie / Konsequenzen
Hohe Wasserstoff und Methanausscheidung Bakterielle Fehlbesiedlung
Magen-Säuremangel?
Verlangsamte Darmpassage?
Anatomische Veränderungen wie Verwachsungen, Tumore usw.?
Antibiose
Citrus-Kernextrakte
Knoblauch
Orthomolekulares Silber
Kohlenhydrat- und zuckerarme Diät
Vitamine A, B12, Folsäure, Glutamin, Zink, essentielle Fettsäuren, u.a.m.
Niedrige Wasserstoff- und Methanausscheidung Keine bakterielle
Fehlbesiedlung
Lactose Intoleranz?
Nahrungsmittelallergien?
Durchfall?
Antibiotische Therapie?
Abführmittel?

 

   
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